Hella ist ein weltweit führender Automobilzulieferer. Der Konzern ist auf Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik spezialisiert. Das Unternehmen agiert in den Bereichen Automotive, Aftermarket und Special Applications. Mit den Zahlen zum zweiten Quartal hat Hella gezeigt, dass die Geschäfte sehr gut laufen. In Geschäftsjahr 2014/15 hatte Hella bei einem Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro operativ 430 Millionen Euro verdient. Netto blieben 295 Millionen Euro über. Der operative Gewinn (Ebit) schrumpfte um acht Prozent auf 203 Millionen Euro. Der Lieferstopp eines chinesischen Herstellers von Kunststoffteilen hat Mehrkosten von 50 Millionen Euro verursacht. Hella rechnet aber im zweiten Halbjahr mit weniger Dynamik. Der Krieg in Syrien und die Russlandkrise und die schwache Entwicklung in den Sachwellenländern verunsichern zusehends. Gleichwohl bestätigte man aber das Umsatzziel mit einem mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Trotz des Kursaufschlags von Montag hat sich an der charttechnischen Lage nicht viel getan. Seit Anfang November 2015 ist Hella in einer Seitwärtskorrektur zu sehen. Die Obergrenze liegt bei 40,40 Euro und die Untergrenze bei 35,35 Euro. Dazwischen ist Niemandsland ohne klare Signale. Von daher drängt sich bei Hella auch kein Einstieg auf, denn dafür fehlt es in diesen Märkten an Volumen und Nachhaltigkeit. Dennoch erwarten wir 2016 den Ausbruch nach oben. Was man aber braucht ist Geduld.