Mit großen Schritten entwickelt sich der Ölpreis wieder in den Süden, was einerseits ein Zeichen dafür ist, dass der Markt immer noch in Öl schwimmt, andererseits zeigt es aber auch, dass die Nachfrage immer noch unter dem Angebot liegt. Dieses deutet durchaus auf eine schwache Nachfrage aus China hin, denn würde der Konjunkturmotor in China brummen, würde der Ölpreis deutlich höher stehen.
Unserer Meinung nach können Anleger hier nur verlieren und das ist auch der Grund, warum wir wieder zu einem Call noch einem Put-Optionsschein auf Öl eine Empfehlung aussprechen. Am Ende werden wohl auf aufgrund der Volatilität und den Rollverlusten alle verlieren.
Beim DAX fehlt nun einfach die richtige Nachricht, um den Index über die Schwelle von 11.000 Punkten zu katapultieren. Kurzfristig flammte am Vormittag wieder Hoffnung auf, als Mario Draghi eine Rede hielt. Anschließend sackten die Kurse wieder ab. Die Quartalszahlen vieler DAX-Unternehmen waren mit Umsatz- und Gewinnwarnungen gespickt und von daher muss man mit der Kursentwicklung des DAX vollkommen zufrieden sein. Jetzt fehlen die richtigen Impulse für den DAX, um weitere Stufen nach oben zu erklimmen. Impulse kommen meistens von den Notenbanken, die aber erst Anfang Dezember wieder zusammen kommen. Der November könnte damit noch ein Übergangsmonat sein, bevor der DAX im Dezember seine Jahresendrallye fortsetzt. Mario Draghi wird sein Anleihekaufprogramm wahrscheinlich nochmals ausweiten und das auf unbegrenzte Zeit. Die FED dürfte die Zinsen leicht anheben, was die Märkte aber nicht mehr groß interessieren dürfte. Von daher gehen wir davon aus, dass der DAX bis Ende des Jahres noch bis 11.800 Punkte steigen kann. Kurzfristig wird es aber noch schlimmer mit einem Dax-Kurs von 10.500 Punkten.