Grundsätzlich möchten wir an dieser Stelle zunächst betonen, dass der Goldpreis und die implizierte Volatilität nur ein Teil der Gold-Bewertung ausmacht. Anleger sollten sich weder zu stark auf die fundamentalen noch auf die charttechnischen Gegebenheiten fokussieren. Ein Mix aus beiden Bewertungen ist der goldene Mittelweg.
Wer aber isoliert auf die Charttechnik blickt, dem wird schnell klar, dass die Marken 1.225 sowie 1.200 US-Dollar die entscheidenden Marken sind. Der Bruch der 1.225 Dollar Marke wäre ein erstes Anzeichen einer drohenden Korrektur, während der Bruch der 1.200 Dollar Marke dann einen neuen negativen Trend einläuten könnte. Für 2015 ist die Marke von 1.200 Dollar daher auch unserer Sicht die wichtigste Marke des Jahres.
Gold ist der einzige Anlagewert, der sich nicht in einer Blase befindet und wir verweisen dabei auf andere Anlagen wie Kunst, Diamanten, Bitcoins aber vor allem Anleihen hin. Diese befänden sich auf einem Rekordtief und würden nicht die Kredit-, Währungs- oder Inflationsrisiken widerspiegeln, die der Besitz von US Schulden berge. Auch die Immobilienblase würde immer größer werden. Aktien hätten seit März 2009 sogar 150% und mehr zugelegt.
Das Gold-Kartell, das die Preise unten hält, wird eines Tages zusammenbrechen, denn der Dollar müsste 2015 deutlich zurückkommen und das wäre der Starschuss für die nächste Gold-Rallye. Aktuell erwartet man zwar noch einen neuen Goldeinbruch, aber auch den sollte man nutzen, um bei Gold aufzustocken. Die Alarmglocken würde erst eine Studie auslösen die Kursziele von 600 USD sieht. Diese Studie ist aktuell aber noch nicht vorhanden.
Solche Studien mit einem Goldpreis von 600 Dollar oder darunter sind eigentlich ein klares Alarmzeichen, dass der Boden erreicht ist.